Ausstellung Martinsgasse 8 in Basel, Herbst 2012
Ausstellung Martinsgasse 8 in Basel, Herbst 2012

Elisabeth Haags Arbeiten üben die Schwerelosigkeit. Die filigrane Architektur ihre Plastiken ist dem flächigen Denken verpflichtet, wie es sich in ihren Linolschnitten ausdrückt. Ihr gelingt in den plastischen Arbeiten, diese Leichtigkeit in den Raum zu übertragen. Die zwischen abstrakten und figurativen Elementen oszillierenden Werke sind gewissermassen suspendiert – sie schweben, schlagen Bogen, fliegen – beinahe – davon. Auf Postamente gestellt, oft durch Trägerelemente in die Vertikale gehoben, greifen sie – zuweilen in tänzerischer Geste – aus in den Raum. Die Tiefe wird reliefartig erzeugt, doch ist sie nicht von zentraler Bedeutung, zumal ihre Werke – seien dies freistehende oder Wandplastiken – stets eine Ansichtigkeit haben. Sie konzentrieren sich ganz auf die Überwindung der Schwerkraft – und scheinen die Lasten spielerisch zu heben.

 

Michael Haag 1.11.12